Eine Frage der Disziplin

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Bei dieser Frage fällt mir die Antwort leicht: ja. Und auf mehreren Festplatten, von denen einige nicht bei mir zu Hause liegen. Ich gehe nicht davon aus, dass meine Wohnung abbrennt – aber meine Daten sind mir einfach zu wichtig. Meine Texte aus den Achtzigern, die Fotos seit den Neunzigern, das Video, auf dem meine Oma lächelt. Die Bürokratie. Wenn das alles weg wäre: kaum auszudenken. Wenn Menschen keine Sicherheitskopien machen (»all die Fotos, die ich so gerne habe, sind nur auf dem Handy drauf«), kann ich das nicht verstehen. Kann doch so wenig Aufwand so viel Leid verhindern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.