Aufwühlende Frage

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Welchen »Feind« ich gerne noch einmal sehen würde? Das macht mich erst einmal sprachlos, denn mir wird klar: Den Menschen, der mir als erstes einfällt, möchte ich auf keinen Fall wiedersehen. Und dann komme ich ins Grübeln. Wische Leute weg, die mir zwar feindlich gesinnt waren, die ich aber noch nicht einmal getroffen habe (das Internet macht’s möglich) – und dann fallen mir nur zwei alte Schulkameraden ein, mit denen ich mal befreundet war, die dann aber beide ihrer Wege gegangen sind, ohne mich. Das empfand ich damals als feindlich. Manchmal google ich sie. Aber sie wiedersehen: Ich weiß nicht.

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