Wegwerffrage

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Bei mir ist es wohl so, dass mein Müll wahrscheinlich eher langweilig ist. Ein bisschen Bio. Ein bisschen Plastik (was immer weniger wird, hoffe ich). DIE ZEIT lese ich auf dem iPad, das war früher mal sehr viel Papiermüll. Und ich bestelle kaum etwas im Internet, habe also nicht wie meine Nachbarn einen »Amazon Prime«-Karton pro Woche. Der Wein, den ich trinke, hat meist einen Schraubverschluss, es gibt kaum noch Korken. Wie gesagt: Es gibt spannenderen Müll. Ihren vielleicht?

Fragen, denken, sagen

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Bei dieser Frage würde ich gerne zurückfragen, wer sich denn außer mir für mein Gehirn interessieren könnte, damit sich das lohnt. Aber generell geantwortet: warum nicht? Dann könnte ich vielleicht digital darüber nachgrübeln, wie sich Bewusstsein anfühlt und wie nicht.

Neue alte Bahnstrecken

Gut, dass etwas übrig blieb: In den vergangenen Jahren wurden in Deutschland mehr als 3600 Kilometer Zugstrecke stillgelegt, sie galten als nicht mehr rentabel. Nun wird über die Reaktivierung dieser ehemaligen Bahnstrecken nachgedacht, um Autofahrer von der Straße zu holen. Der Zug zwischen Freiburg und dem französischen Colmar könnte bald schon wiederfahren.

arte (Mediathek, 3 min.)

Das Kriegsmuseum von Kabul

Ein alter Mann steht in einem Museum. Er weint. Denn vielleicht liegt hier in den Vitrinen etwas, das von seinem Sohn übrig geblieben ist. Bei einem Selbstmordanschlag ist der ums Leben gekommen. Und vielleicht liegt hier noch etwas von seinen Sachen. Versteckt in einem Keller hat in Kabul das erste Museum über Zerstörung, Leid und Tod eröffnet.

ZDF (Mediathek, 2 min.)

Frage im Rückblick

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Diese Frage ist natürlich harter Tobak. Es würde mir sogar schwer fallen, hier jemanden namentlich zu nennen, denn alle, die ich wirklich gar nicht vermisse, habe ich wohl auch vergessen. Wahrscheinlich braucht es eine Kombination aus Verletztsein, Wut, Enttäuschung und immer noch glimmender Liebe für einen solchen Menschen. Da fiele mir dann schon jemand ein. Ich sehe sie öfter, wir gehen aneinander vorbei, grußlos. Aber ich zumindest nicht unberührt.

Frage, Küche, Bad

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Bei mir ist das so: Ich bin mit meiner Wohnung oft ganz zufrieden; sie spiegelt mich wieder in all meiner Widersprüchlichkeit. Manchmal aber bin ich in einer anderen Wohnung oder sehe eine im Fernsehen, die einen großen, weiten Raum besitzt (etwas, das meine nicht hat). Und dann werde ich immer ein bisschen traurig und ein bisschen neidisch. Warum das so ist, weiß ich nicht genau. Aber vielleicht ist das nur eine Variante vom Gras, das beim Nachbarn immer grüner ist.