Bauliche Frage

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Die Antwort auf diese Frage für mich: niemandem eigentlich. Denn meist geschieht das aus den falschen Gründen – weil man sich etwas davon verspricht, weil man dazu gezwungen wird, weil es sich so gehört. Das sind die selben Gründe, warum Denkmäler geschleift werden.

Wenn das Vergessen droht

Das Außenlager Kaufering gehörte zum KZ Dachau. Hier starben tausende Häftlinge in den letzten Kriegsmonaten. Ein Teil der Häftlingsunterkünfte ist bis heute erhalten, deshalb wurde das Lager als „Denkmal nationaler Bedeutung“ eingestuft. Doch eine echte Erinnerungskultur fehlt: es gibt dafür weder Konzept noch Geld. Dabei wäre es allerhöchste Zeit, zu handeln.

ARD (Mediathek, 6 min.)

Zeugenbefragung

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Die Antwort auf diese Frage: wahrscheinlich unter einer oder mehreren Schichten Lack am Türrahmen einer Wohnung in Frankfurt am Main. An der Stelle, an der ich mich als Kind, wenn ich zu Besuch war, immer hingestellt habe, woraufhin ein lieber Mensch mit Kuli einen Strich über meinem Kopf gemacht hat, dann kam ein Datum daneben – und schon konnte man sehen, wie ich größer wurde mit der Zeit. Vielleicht ist das alles noch da, vielleicht nicht. Aber so ist es ja oft mit Spuren.

Falsche Frage

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten, bringt sie ja das ganze Selbst zum Wackeln. Nach längerem Nachdenken: Ich glaube fest daran, dass den Menschen immer klar sein wird, dass die »echte Welt« wertvoller ist als jede virtuelle. Wahrscheinlich aber wird das ein Irrtum sein.

Generationen, geschichten

»Arte« zeigt zwei Kurzfilme zum Thema »Generationen«. In »Ich war erst 14« verbindet die Regisseurin Froukje van Wengerden die Stimme ihrer 86-jährigen Großmutter mit den Gesichtern von Mädchen, die heute 14 Jahre alt sind. Und »Fußstapfen“ wirft einen humorvollen Blick auf den Zusammenprall der Generationen, ihrer Werte und Wünsche.

arte (Mediathek, 50 min.)

Frage an der Kreuzung

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Diese Frage fällt mir leicht: Ich denke, ja. Denn ich ändere mich jeden Tag, für jeden Tag. Ob es große Veränderungen geben kann: schwieriger zu sagen. Eher. Nein. Ich denke, der Kern steht irgendwann fest. Die Persönlichkeit, der Charakter. Und der ist schwer zu knacken. Obwohl: Ich hoffe, dass ich mich ändern kann, wenn es darauf ankommt.

Ursprünglich gefragt

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Diese Frage ist nur auf den ersten Blick eine ungewöhnliche. Denn irgendwer hat das ja getan, bewusst oder unbewusst. Wer den eigenen Spuren nachgeht, wird weitere Fragen finden, wie: Wo und wie haben sich meine Eltern eigentlich kennengelernt? Wenn ich ein anderer wäre, wenn ich woanders geboren wäre – wie prägt mich mein Geburtsort? Ein nachdenkliches Wochenende allen!