Hilfreiche Frage

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Diese Frage ist mir wichtig, denn in der Antwort entscheidet sich der Charakter eines Menschen, wie ich finde. Wenn ich kann, wenn ich Zeit habe und die Kraft, dann helfe ich immer. »Die Welt jeden Tag ein wenig besser machen«, schimmert da auch durch, das jüdische »Tikkun Olam«. Wenn man das möglich machen kann – warum sollte man es nicht tun?

Dingliche Frage

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Bei dieser Frage fallen mir mehrere Dinge ein: ein Kuscheltier aus meiner frühen Kindheit, das ich noch besitze; ein Bündel Etiketten, auf die meine Mutter damals meinen Namen geschrieben hat; eine kleine Lampe, die damals auf meinem Nachttisch stand. Spannend ist die Frage, warum diese Dinge noch da sind. Warum haben sie die Zeiten überlebt und andere nicht? Und welche vielleicht noch älteren Gegenstände liegen noch unentdeckt im Keller meiner Eltern?

Ich frage für einen Freund

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Zu dieser Frage denke ich: nicht unbedingt, aber die Zeit hinterlässt ihre Spuren. Und: Sie steigert die Bindung – man kann auch über Jahre jemanden immer inniger weniger mögen. Vielleicht ist das dann eine besondere Form der Freundschaft, eine von der dunklen Seite des Mondes.

Spielzeugflut im Kinderzimmer

Kulturpessimismus ist oft ein Ausdruck von Nostalgie. Doch wenn Kinder die Welt nicht mehr mit Spielzeug entdecken – und sei es in guten Videogames –, und wenn sie nur noch Lego-Bausätze nachbauen, anstatt mit Legosteinen eigene Objekte zu erschaffen – dann kann das nicht gut sein. Denn das prägt, wie sie die Welt sehen, Orte und andere Menschen.

mdr (Mediathek, 6 min.)

Örtliche Frage

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Diese Antwort fällt mir einfach: von der Hammaburg. Aufgewachsen bin ich in einem Dorf, dessen Name von dem Bach stammt, der durchfließt. Aber manchmal verbergen sich Geschichten und Menschen hinter Städtenamen – die, die am Anfang standen. Deren Name sich gegen die Zeit gestemmt hat.