Freundschaftsanfrage

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Bei dieser Frage fällt mir ein: Ich wäre gerne zielstrebiger, weniger hü und hott, weniger »ach, schau hier doch mal« und »was hat da hinten den so geglitzert?«. Aber daraus erwächst ja gleich die nächste Frage: Wäre das dann noch ich? Und bin ich vielleicht mit den Personen gerade befreundet, weil sie anders sind?

Karfreitagfrage

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Bei dieser Frage fällt mir als erstes meine liebe Freundin Traude ein, der »Was von uns übrig bleibt« in Gedenken gewidmet ist. Ohne sie gäbe es mich so nicht, ohne sie gäbe es dieses Buch nicht. Ihr Grab liegt weit entfernt. Vielleicht besuche ich sie kommende Woche.

Wenn Berufe verschwinden

Als ich klein war, gab es Tickets für die S-Bahn bei einem Mann, der in einem Häuschen am Bahnsteig arbeitete. Das gibt es lange nicht mehr, aber ich muss immer wieder daran denken: Da, wo jetzt der Fahrkartenautomat steht, gab es einmal diesen Mann. So viele Berufe sind verschwunden: Roßtäuscher, Zinngießer, Wachsbossierer. Welche heutigen Jobs werden ihnen ins Vergessen folgen?

ZDF (Mediathek, 26 min.)

Rhetorische Frage

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? »Papa hat immer gesagt…«, »Wie Oma immer sagte…«: Jede und jeder kann sich an eine Äußerung von Verwandten erinnern, die später wichtig wurde im Leben. Ob sie die Person wirklich gesagt hat, ist dabei nicht immer wichtig. Der Satz ist ein Schnipsel Vergangenheit, der uns an Papa und Oma denken lässt – darum geht es doch vor allem. Oder?

Ein Schädel für Darwin

Menschheitsgeschichte: Das ist eine mehr oder weniger schlüssige Geschichte, die wir uns selbst erzählen – aufgrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fundstücken zwar, aber dennoch bleibt viel Nichtwissen. Das eröffnet Raum für das Verbrechen. So wie bei Charles Dawson und seinem Schädel. Der behauptete, das Bindeglied zwischen Mensch und Affe gefunden zu haben.

ARD (Mediathek, 44 min.)

Über mein Ende will ich selbst entscheiden

Jürgen (50) ist nach einem Hirnstamminfarkt komplett gelähmt. Es geschah von einer Sekunde auf die andere. Auch Harald (48) braucht rund um die Uhr Betreuung. Er leidet unter Multipler Sklerose. Die Krankheit verlief in Schüben, heute ist er bis zum Hals gelähmt. Wenn Harald und Jürgen ihr Leben nicht mehr ertragen können, wollen sie die Freiheit haben, es zu beenden. Doch das wird nicht ohne fremde Hilfe gehen. Darüber, ob die Gesetze das zulassen, wird zurzeit heftig gestritten – auch vor Gericht.

WDR (Mediathek, 44 min.)

Sorry.

Die einzelnen Teile des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Ich versuche, mich immer recht schnell zu bedanken. Deswegen fällt mir gerade niemand ein. Aber vielleicht ist das ja auch die Krux: Dass da draußen vielleicht Menschen darauf warten, dass jemand »danke« sagt – aber die- oder derjenige ahnen davon nichts. Das heißt: Die einen können ewig warten und werden immer grummeliger, die anderen haben nicht einmal die Chance, etwas dagegen zu tun. Also: Reden ist immer besser als Warten. Finde ich zumindest.