Häusliche Frage

Die einzelnen Teile des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Bei meinen Eltern hängen zum Beispiel noch Bilder an der Wand, die ich als Kind gemalt habe. Und Fotos, die ich gemacht habe. Und meine Mineraliensammlung steht noch in der Vitrine. Ich finde es sehr schade, dass es kein Foto der Kinderzimmer-Tapete gibt, mit der ich groß geworden bin. Ich würde so gerne wissen, ob sie wirklich so aussah, wie ich sie im Kopf habe – grün mit kleinen Gänseblümchen drauf.

Trostfrage

Die einzelnen Teile des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Diese Frage ist sehr persönlich, lässt doch die Antwort aufscheinen, ob jemand offen dafür ist, dass noch Neues da sein wird, für das das Alte Platz machen sollte. Oder ob besser nichts mehr dazu kommen soll im Leben. Ich halte es so: Es ist gut, dass alles vergänglich ist – solange man manchmal die Chance hat, um ein Stück Ewigkeit zu kämpfen und zu gewinnen.

Eine Frage der Disziplin

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Bei dieser Frage fällt mir die Antwort leicht: ja. Und auf mehreren Festplatten, von denen einige nicht bei mir zu Hause liegen. Ich gehe nicht davon aus, dass meine Wohnung abbrennt – aber meine Daten sind mir einfach zu wichtig. Meine Texte aus den Achtzigern, die Fotos seit den Neunzigern, das Video, auf dem meine Oma lächelt. Die Bürokratie. Wenn das alles weg wäre: kaum auszudenken. Wenn Menschen keine Sicherheitskopien machen (»all die Fotos, die ich so gerne habe, sind nur auf dem Handy drauf«), kann ich das nicht verstehen. Kann doch so wenig Aufwand so viel Leid verhindern.

Hintergründige Frage

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Bei dieser Frage kann ich keinen Menschen benennen – eher ist es bei mir wohl so, dass Vorurteile einsickern in das Denken und Fühlen, in die Wahrnehmung oder Vorstellung von anderen. Man schnappt sie auf: bei Familienfeiern, in der Schule, in der Bahn. Und bekommt sie nur wieder los, wenn man sich wirklich Mühe gibt.

»Großartig an Stillichs Buch ist der Blick auf die Details des Lebens«, schreibt Zeit Wissen über »Was von uns übrig bleibt« – »so eröffnet es jedem, der es liest, auch eine neue Perspektive auf das, was ihm mit anderen Menschen verbindet, lebenden und toten.«

Herausragende Frage

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Auf diese Frage kann man natürlich nur hypothetisch antworten, und ich wage zu sagen: nein. Warum sollte ich mir auffallen? Spannender ist die Frage: Wenn ich mir auffallen würde, was wäre meine Fantasie zu mir selbst? Würde ich mich nett finden? Ich hoffe doch.