Wertvolle Frage

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Auf diese Frage würde ich wahrscheinlich immer wieder eine andere Antwort finden: je nachdem, was mir gerade wichtig ist. Oder was mir wichtig sein könnte in der Zukunft. Oder was anderen etwas von mir erzählen könnte irgendwann. Wahrscheinlich würde ich aber bereits an der wichtigsten Frage scheitern: Wo bekomme ich eine geeignete Kiste her? Was denken Sie?

Wissensfrage

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Auf diese Frage hat jeder eine Antwort, aber nur wenige würden sie offen aussprechen. Der Grund dafür ist natürlich Scham. Es gehört sich nicht, zu lügen. Und je größer die Lüge, desto länger kann sie auch her sein (oder desto länger kann sie erzählt werden), um immer noch auf die Gegenwart zu wirken. Sie wird mit den Jahren größer. Und je älter man wird, desto größere Wahrheiten können sich dahinter verstecken. Welche Gründe fallen Ihnen ein, so lange zu lügen?

»Stillich (Jg. 1969) ist ein erstaunlicher Erzähler, der, ungewöhnlich im Sachbuch-Segment, Poesie mit vorweggenommener Altersweisheit zu verbinden weiß«, schreibt die Frankfurter Rundschau. »Was von uns übrig bleibt« nennt sie »bemerkenswert«, ich habe »ein empfehlenswertes Buch geschrieben, das zu Herzen geht.« Danke für die vielen Blumen. Und danke für den Nachsatz »Verschenken kann man es auch« :).

Bewusst vom Leben lassen

Wir alle wissen, dass wir eines Tages sterben werden. Dennoch haben die meisten von uns den Tod ganz weit weggeschoben. Reden über den Tod fällt nicht leicht, Gedanken darüber machen den meisten Angst. Diese nicht leichte, aber keineswegs nur schwere »Nachtcafé«-Sendung widmet sich den Facetten des Sterbens.

ARD (Mediathek, 90 min.
SWR (mehr Informationen zur Sendung)

Geschmacksfrage

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Um diese Frage zu beantworten, gibt es für mich gerade keinen besseren Ort und keine bessere Zeit. Ich sitze auf meinem alten Kinderbett in der Wohnung meiner Eltern, vor mir dampft eine Tasse Kamillentee (die Blüten habe ich mit meinem Vater hinten im Feld früher immer gesammelt für die Schnupfenzeit). Im Sommer riecht es hier nach den Kühen von gegenüber und nach Gräsern. Meine Gegenwart in Hamburg riecht manchmal nach Hopfen, wegen der nahen Holsten-Brauerei. Oder nach Auto. Oder nach der Parfümmischung im Bus. Ich hatte lange keinen Kamillentee mehr getrunken – ich nehme den Geruch mit ins Heute.

Teure Totenscheine

Kurz nach dem Tod ihres Vaters erhält eine Frau von einem Arzt eine Rechnung: mehr als 200 Euro für eine Leichenschau. Das ist viel zu viel, und das ist illegal. Die Ärzte kommen auch damit durch, weil manche Bestatter ihre Kunden nicht auf die erhöhten Rechnungen hinweisen. Und die Ärzte-Lobby weiß, warum die Ärzte zu viel abrechnen: Die Gebühren seien zu niedrig.

ARD (Mediathek, 8 min.)
Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas e.V.

Hochzeits-Ball: Noch einmal ins Kleid schlüpfen

Die eigene Hochzeitsfeier nacherleben – dazu gab es nun in Bodenwerder Gelegenheit: 80 Paare begaben sich beim »Ball der verheirateten Bräute« auf eine Reise in die Vergangenheit. Das heißt: Menschen, die verheiratet sind, tun noch einmal so, als würden sie gerade heiraten. Am selben Ort, gemeinsam mit anderen »Hochzeitspaaren«. Ich finde das interessan – denn die Antworten, die sie geben auf die Frage nach dem Warum, klingen zwar ehrlich, gehen aber nicht tief genug. Worum es wohl wirklich geht?

ndr (Mediathek, 4 min.)

Heiße Frage.

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Diese Frage kann ich für mich gar nicht beantworten, oder jedenfalls können meine Eltern mir keinen Grund nennen. Ich weiß nur: Ich war in meiner Schulzeit in Hessen weit und breit der einzige Sven (und sonst gab es nur noch den Bösewicht aus »Wickie«). Jetzt, in Hamburg, ist das natürlich anders. Aber vielleicht wohne ich auch nur hier, weil es mich schon von klein auf in den Norden gezogen hat – auch wegen des Vornamens?