Bilanzierend

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Auf diese Frage kann ich nur antworten: einiges. Wirklich sehr viel. Dass ich jemals ein Buch veröffentlichen würde, zum Beispiel. Oder dass ich es mal nach bis nach Asien schaffe. Wobei die größten Errungenschaften im Leben gar nichts damit zu tun haben müssen, was man »erreicht« hat – kann man Zufriedenheit erreichen? Oder gute Freunde? Nein. Man kann aber etwas dafür tun, immerhin. Was denken Sie?

Ausgezwitschert – wo sind all die Vögel hin?

Droht ein stiller Frühling? Manche Vogelarten sind kaum noch zu hören. Ihre Bestände schrumpfen seit Jahrzehnten, einige heimische Vogelarten sind bereits ganz verschwunden, genau wie ihre natürlichen Lebensräume. Welche Ursachen hat der dramatische Rückgang der Vogelbestände und welche Maßnahmen können den Tieren noch helfen?

http://bit.ly/wueb_079… WDR (Mediathek,

Jahr auf Jahr

Rekordversuch: Mehr als 800 Geburts- und Sterbedaten berühmter Personen der Geschichte will der 80-jährige Hans Bauer im Kopf haben. So viele Leben, so viele Geschichten – für ihn eine Form von Gehirntraining. »Wenn man alleinstehend ist, darf alles passieren«, sagt Bauer, »man darf bloß nicht seinen Verstand verlieren.«

BR (Mediathek, 10 min.)

Gebrauchte Frage

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Die Antwort auf diese Frage ist für mich: unbedingt ja. Manchmal kann ein Mensch sehr wichtig sein für jemanden, aber es ist nicht möglich, mit ihr oder ihm eine Partnerschaft zu leben. Bevor man jemanden ganz verliert, hilft dann vielleicht nur die Trennung. Was denken Sie?

Verliebt im Hospiz

»Erst bin ich nur eine halbe Stunde da geblieben, dann ne Stunde und nachher den ganzen Tag«, sagt Heinz und lacht. Gabi und Heinz Altendorf haben sich vor sechs Jahren im »Bonn Lighthouse – Verein für Hospizarbeit« kennen- und lieben gelernt. Beide sind unheilbar erkrankt und ziehen aus ihrer Ehe Kraft und Lebensmut.

WDR (Mediathek, 6 min.)

»Ein lebenskluges Buch« urteilt das Hamburger Abendblatt über »Was von uns übrig bleibt. »Aus vielen Details wird durch Stillichs Komposition ein allumfassender Blick auf das Leben und den Tod«, sein »Schreibstil ist von großer Leichtigkeit, sodass er der Gefahr entgeht, belehrend zu wirken. Man liest die Kapitel mit viel Genuss und ist immer wieder verblüfft, wo er seine Beispiele gefunden hat.«

Immer mehr Orte wollen an der Autobahn werben

Burgen und Schlösser, Museen, historische Landschaften: Wer viel auf der Autobahn unterwegs ist, kennt sie, die braunweißen Hinweisschilder. Offiziell heißen sie »touristische Unterrichtungstafeln«, und es werden immer mehr. Weil Regionen immer mehr Marketing für sich machen. Weil sie hoffen, dass mal jemand abbiegt ins »Märchenland der Brüder Grimm« oder nach Schwarzenberg, das »Paris des Erzgebirges«. Ob das was bringt?

ARD (Mediathek, 2 min.)

Liebesbriefe nach 74 Jahren angekommen

»Meine liebe kleine Maria«, schreibt Anton Müller in einem langen Brief an die Frau, die einmal seine sein wird, »der Tag, wo ich dich wieder eng und fest in meine Arme schließe, ist nicht weit.« Er schickt den Brief 1944 ab, aus den USA, aus der Kriegsgefangenschaft. Doch Maria wird ihn nie erhalten. Erst jetzt, viele Jahrzehnte später, kann seine Tochter seine Worte lesen, erst jetzt sind die Briefe aufgetaucht.

SWR (Mediathek, 4 min.)


Richtungsweisend.

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Die Antwort auf diese Frage fällt mir leicht: nein. Oder allerhöchstens: meine Freundin zu außerordentlichen Anlässen. Falls ich in einem gefährlichen Gebiet unterwegs wäre und sie sich Sorgen macht, zum Beispiel. Oder wenn wir beide uns verloren haben und wir uns auf diese Weise wiederfinden könnten. Ansonsten: nein. Und ich finde es auch schrecklich, wenn Eltern ihre Kinder auf diese Art beobachten. Menschen haben ein Recht darauf, unbeobachtet ihrer eigenen Wege zu gehen, egal wie jung sie sind. Das ist zumindest meine Meinung. Was ist Ihre?

Lieber ins Altenheim am Plattensee?

Viele alte Menschen verlassen ihre Heimat, weil sie sich keinen Platz im Pflegeheim leisten können – und ein Pflegeplatz in Osteuropa kostet noch nicht einmal halb so viel wie in Deutschland. Zurück bleiben die gewohnten Orte, die üblichen Menschen; alles wird zu Erinnerungen. Eine Reportage über Menschen, die entscheiden müssen: bleiben oder gehen? Und wenn ich gehe: Was nehme ich mit in mein neues Leben?

ARD (Mediathek, 29 min.)

Heiraten, wozu?

Man kann ohne Trauschein glücklich zusammenleben. Ehen können nach Monaten in die Brüche gehen. Früher blieb einem nichts anderes übrig als zu Heiraten, heute kann jede und jeder selbst entscheiden, was sie oder er von der Institution Ehe hält. Und von ihrem Gegenpart: der Scheidung. Eine Folge der Talkshow-Reihe »Nachtcafé« gibt Impulse zum Nachdenken.

ARD (Mediathek, 90 min.)

Ein »wunderbares Buch«, urteilt Ildikó von Kürthy in der Brigitte über »Was von uns übrig bleibt«. Es sei nichts »für Leute, die Liebesbriefe wegwerfen und sich nie fragen, wer wohl früher in ihrem Haus, in diesem Zimmer gelebt, gelacht, geweint hat und gestorben ist. Das Buch ist auf liebevollste Weise geschrieben für Menschen, die sich fragen, ob die Reste des Luftballons, der sich vor vielen Jahren ganz oben im Baum verfangen hat, dort wohl noch hängen werden, wenn man selbst längst Geschichte ist.«

Aufwühlende Frage

Die einzelnen Kapitel des Buches werden von Fragen eingeleitet, die sich stellen, wenn man darüber nachdenkt, was von einem übrig bleibt. Was soll von mir bleiben, an Orten, in anderen Menschen – am Ende in der Welt? Welchen »Feind« ich gerne noch einmal sehen würde? Das macht mich erst einmal sprachlos, denn mir wird klar: Den Menschen, der mir als erstes einfällt, möchte ich auf keinen Fall wiedersehen. Und dann komme ich ins Grübeln. Wische Leute weg, die mir zwar feindlich gesinnt waren, die ich aber noch nicht einmal getroffen habe (das Internet macht’s möglich) – und dann fallen mir nur zwei alte Schulkameraden ein, mit denen ich mal befreundet war, die dann aber beide ihrer Wege gegangen sind, ohne mich. Das empfand ich damals als feindlich. Manchmal google ich sie. Aber sie wiedersehen: Ich weiß nicht.

Das allmähliche Verschwinden der Wirtshäuser

Ich weiß noch: Als Kind war ich mit meinen Eltern oft in Franken im Urlaub, auf dem Bauernhof, im Altmühltal. Und wir waren oft essen in den Gasthöfen und Wirtshäusern der Dörfer. Von außen waren sie meist unscheinbar, dafür war das Essen gut und preiswert. Eine Dokumentation des SWR spürt diesen verschwindenden Orten nach – und fragt (etwas sehr nostalgisch verklärt) nach, was verloren gegangen sein wird, wenn sie nicht mehr da sind.

SWR (Mediathek, 30 min.)

Wenn die persönlichsten Daten im Internet gehandelt werden

Der Körper des Menschen kann der Schlüssel zu seinen Geheimnissen sein: Fingerabdrücke entsperren das Telefon, die Stimme oder die Iris öffnen immer mehr Türen. Doch immer mehr dieser Merkmale werden in den dunkleren Ecken des Internets gehandelt. Für die Opfer eines solchen persönlichsten Datendiebstahls ist das eine Katastrophe. Wie sollen sie nachweisen, dass sie eine kriminelle Tat nicht begangen haben?

BR (Mediathek, 45 min.)

Hans Rosenthal – eine Spurensuche

Es rührt mich heute immer noch an, diesen kleinen, dürren Mann zu sehen, der mir als Kind so viel Freude gemacht hat mit seiner Lebensfreude, mit seinen leuchtenden Augen. Ein Mann, von dem ich erst spät erfahren habe, was für ein Leben er hatte leben müssen, bevor er auf dem Fernseher meiner Großeltern erschien. Eine Dokumentation spürt Hans Rosenthal nach. Auf dass er nicht vergessen werde.

ARD (Mediathek, 30 min.)