#Boatstobags: Aus zurückgelassenen Flüchtlingsbooten werden Taschen und Rucksäcke

Trotz größter Lebensgefahr flüchten immer wieder Menschen in Schlauchbooten übers Mittelmeer. Viele sterben dabei. Vera und Nora zwei junge Frauen aus Berlin haben auf der griechischen Insel Chios erlebt, welche menschlichen Tragödien sich an den Stränden abspielen. Ein Symbol für all das Leid: die zurückgelassenen Schlauchboote. Die beiden Frauen waren so beeindruckt, dass sie ihre Jobs kündigten und ein Startup gründeten. Aus den Häuten der alten Schlauchboote, machen sie nun Taschen. Motto: Boats to bags.

ARD (Mediathek, 8 min.)

Verlassene Orte

Wenn Menschen Siedlungen aufgeben, hat das Gründe. In Deutschland fielen viele Dörfer dem Braunkohletagebau zum Opfer, andere Orte werden durch Katastrophen unbewohnbar, wieder andere verfallen, weil ihre Bewohner alle weggezogen sind. Ein Besuch bei verlassenen Orten – und fast ein Trailer für »Was von uns übrig bleibt« (30 min.)

BR (Mediathek, 30 min.)

Meilensteine der Kriminologie

Die frühen Kriminologen hatten es nicht leicht. Ohne Zeugen war einem Täter die Tat nur schwer nachzuweisen. Damals wusste man noch nicht, dass jeder Mensch immer und überall Spuren hinterlässt. Die Geschichte des Spurenlesens begann erst Ende des 19. Jahrhunderts. Erster Meilenstein in der Kriminologie war die Entdeckung des biometrischen Fingerabdruck-Verfahrens – der Daktyloskopie. Mehr dazu natürlich in »Was von uns übrig bleibt«, im Buchhandel.

… ARD (Mediathek,

Neue alte Bahnstrecken

Gut, dass etwas übrig blieb: In den vergangenen Jahren wurden in Deutschland mehr als 3600 Kilometer Zugstrecke stillgelegt, sie galten als nicht mehr rentabel. Nun wird über die Reaktivierung dieser ehemaligen Bahnstrecken nachgedacht, um Autofahrer von der Straße zu holen. Der Zug zwischen Freiburg und dem französischen Colmar könnte bald schon wiederfahren.

arte (Mediathek, 3 min.)

Wenn das Vergessen droht

Das Außenlager Kaufering gehörte zum KZ Dachau. Hier starben tausende Häftlinge in den letzten Kriegsmonaten. Ein Teil der Häftlingsunterkünfte ist bis heute erhalten, deshalb wurde das Lager als „Denkmal nationaler Bedeutung“ eingestuft. Doch eine echte Erinnerungskultur fehlt: es gibt dafür weder Konzept noch Geld. Dabei wäre es allerhöchste Zeit, zu handeln.

ARD (Mediathek, 6 min.)

Spielzeugflut im Kinderzimmer

Kulturpessimismus ist oft ein Ausdruck von Nostalgie. Doch wenn Kinder die Welt nicht mehr mit Spielzeug entdecken – und sei es in guten Videogames –, und wenn sie nur noch Lego-Bausätze nachbauen, anstatt mit Legosteinen eigene Objekte zu erschaffen – dann kann das nicht gut sein. Denn das prägt, wie sie die Welt sehen, Orte und andere Menschen.

mdr (Mediathek, 6 min.)

Wenn Berufe verschwinden

Als ich klein war, gab es Tickets für die S-Bahn bei einem Mann, der in einem Häuschen am Bahnsteig arbeitete. Das gibt es lange nicht mehr, aber ich muss immer wieder daran denken: Da, wo jetzt der Fahrkartenautomat steht, gab es einmal diesen Mann. So viele Berufe sind verschwunden: Roßtäuscher, Zinngießer, Wachsbossierer. Welche heutigen Jobs werden ihnen ins Vergessen folgen?

ZDF (Mediathek, 26 min.)

Immer mehr Orte wollen an der Autobahn werben

Burgen und Schlösser, Museen, historische Landschaften: Wer viel auf der Autobahn unterwegs ist, kennt sie, die braunweißen Hinweisschilder. Offiziell heißen sie »touristische Unterrichtungstafeln«, und es werden immer mehr. Weil Regionen immer mehr Marketing für sich machen. Weil sie hoffen, dass mal jemand abbiegt ins »Märchenland der Brüder Grimm« oder nach Schwarzenberg, das »Paris des Erzgebirges«. Ob das was bringt?

ARD (Mediathek, 2 min.)

Lieber ins Altenheim am Plattensee?

Viele alte Menschen verlassen ihre Heimat, weil sie sich keinen Platz im Pflegeheim leisten können – und ein Pflegeplatz in Osteuropa kostet noch nicht einmal halb so viel wie in Deutschland. Zurück bleiben die gewohnten Orte, die üblichen Menschen; alles wird zu Erinnerungen. Eine Reportage über Menschen, die entscheiden müssen: bleiben oder gehen? Und wenn ich gehe: Was nehme ich mit in mein neues Leben?

ARD (Mediathek, 29 min.)

Das allmähliche Verschwinden der Wirtshäuser

Ich weiß noch: Als Kind war ich mit meinen Eltern oft in Franken im Urlaub, auf dem Bauernhof, im Altmühltal. Und wir waren oft essen in den Gasthöfen und Wirtshäusern der Dörfer. Von außen waren sie meist unscheinbar, dafür war das Essen gut und preiswert. Eine Dokumentation des SWR spürt diesen verschwindenden Orten nach – und fragt (etwas sehr nostalgisch verklärt) nach, was verloren gegangen sein wird, wenn sie nicht mehr da sind.

SWR (Mediathek, 30 min.)

Wenn die persönlichsten Daten im Internet gehandelt werden

Der Körper des Menschen kann der Schlüssel zu seinen Geheimnissen sein: Fingerabdrücke entsperren das Telefon, die Stimme oder die Iris öffnen immer mehr Türen. Doch immer mehr dieser Merkmale werden in den dunkleren Ecken des Internets gehandelt. Für die Opfer eines solchen persönlichsten Datendiebstahls ist das eine Katastrophe. Wie sollen sie nachweisen, dass sie eine kriminelle Tat nicht begangen haben?

BR (Mediathek, 45 min.)