#Boatstobags: Aus zurückgelassenen Flüchtlingsbooten werden Taschen und Rucksäcke

Trotz größter Lebensgefahr flüchten immer wieder Menschen in Schlauchbooten übers Mittelmeer. Viele sterben dabei. Vera und Nora zwei junge Frauen aus Berlin haben auf der griechischen Insel Chios erlebt, welche menschlichen Tragödien sich an den Stränden abspielen. Ein Symbol für all das Leid: die zurückgelassenen Schlauchboote. Die beiden Frauen waren so beeindruckt, dass sie ihre Jobs kündigten und ein Startup gründeten. Aus den Häuten der alten Schlauchboote, machen sie nun Taschen. Motto: Boats to bags.

ARD (Mediathek, 8 min.)

Das will ich dir noch sagen: Wenn junge Eltern sterben

Als Andrea Bizzotto erfährt, dass er eine unheilbare Krebserkrankung hat, ist seine Frau Maria gerade im fünften Monat schwanger. Heute ist ihre gemeinsame Tochter Giulia zwei Jahre alt, doch der 33-Jährige wird nicht miterleben, wie sie aufwächst. Andrea will Giulia etwas Bleibendes hinterlassen und tippt im Krankenbett seine Lebensgeschichte ins Handy. Kapitel für Kapitel entsteht seine Autobiographie.

WDR (Mediathek, 44 min.)

Das Kriegsmuseum von Kabul

Ein alter Mann steht in einem Museum. Er weint. Denn vielleicht liegt hier in den Vitrinen etwas, das von seinem Sohn übrig geblieben ist. Bei einem Selbstmordanschlag ist der ums Leben gekommen. Und vielleicht liegt hier noch etwas von seinen Sachen. Versteckt in einem Keller hat in Kabul das erste Museum über Zerstörung, Leid und Tod eröffnet.

ZDF (Mediathek, 2 min.)

Ein Schädel für Darwin

Menschheitsgeschichte: Das ist eine mehr oder weniger schlüssige Geschichte, die wir uns selbst erzählen – aufgrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fundstücken zwar, aber dennoch bleibt viel Nichtwissen. Das eröffnet Raum für das Verbrechen. So wie bei Charles Dawson und seinem Schädel. Der behauptete, das Bindeglied zwischen Mensch und Affe gefunden zu haben.

ARD (Mediathek, 44 min.)

Über mein Ende will ich selbst entscheiden

Jürgen (50) ist nach einem Hirnstamminfarkt komplett gelähmt. Es geschah von einer Sekunde auf die andere. Auch Harald (48) braucht rund um die Uhr Betreuung. Er leidet unter Multipler Sklerose. Die Krankheit verlief in Schüben, heute ist er bis zum Hals gelähmt. Wenn Harald und Jürgen ihr Leben nicht mehr ertragen können, wollen sie die Freiheit haben, es zu beenden. Doch das wird nicht ohne fremde Hilfe gehen. Darüber, ob die Gesetze das zulassen, wird zurzeit heftig gestritten – auch vor Gericht.

WDR (Mediathek, 44 min.)

Teure Totenscheine

Kurz nach dem Tod ihres Vaters erhält eine Frau von einem Arzt eine Rechnung: mehr als 200 Euro für eine Leichenschau. Das ist viel zu viel, und das ist illegal. Die Ärzte kommen auch damit durch, weil manche Bestatter ihre Kunden nicht auf die erhöhten Rechnungen hinweisen. Und die Ärzte-Lobby weiß, warum die Ärzte zu viel abrechnen: Die Gebühren seien zu niedrig.

ARD (Mediathek, 8 min.)
Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas e.V.

Jahr auf Jahr

Rekordversuch: Mehr als 800 Geburts- und Sterbedaten berühmter Personen der Geschichte will der 80-jährige Hans Bauer im Kopf haben. So viele Leben, so viele Geschichten – für ihn eine Form von Gehirntraining. »Wenn man alleinstehend ist, darf alles passieren«, sagt Bauer, »man darf bloß nicht seinen Verstand verlieren.«

BR (Mediathek, 10 min.)

Verliebt im Hospiz

»Erst bin ich nur eine halbe Stunde da geblieben, dann ne Stunde und nachher den ganzen Tag«, sagt Heinz und lacht. Gabi und Heinz Altendorf haben sich vor sechs Jahren im »Bonn Lighthouse – Verein für Hospizarbeit« kennen- und lieben gelernt. Beide sind unheilbar erkrankt und ziehen aus ihrer Ehe Kraft und Lebensmut.

WDR (Mediathek, 6 min.)

Liebesbriefe nach 74 Jahren angekommen

»Meine liebe kleine Maria«, schreibt Anton Müller in einem langen Brief an die Frau, die einmal seine sein wird, »der Tag, wo ich dich wieder eng und fest in meine Arme schließe, ist nicht weit.« Er schickt den Brief 1944 ab, aus den USA, aus der Kriegsgefangenschaft. Doch Maria wird ihn nie erhalten. Erst jetzt, viele Jahrzehnte später, kann seine Tochter seine Worte lesen, erst jetzt sind die Briefe aufgetaucht.

SWR (Mediathek, 4 min.)


Hans Rosenthal – eine Spurensuche

Es rührt mich heute immer noch an, diesen kleinen, dürren Mann zu sehen, der mir als Kind so viel Freude gemacht hat mit seiner Lebensfreude, mit seinen leuchtenden Augen. Ein Mann, von dem ich erst spät erfahren habe, was für ein Leben er hatte leben müssen, bevor er auf dem Fernseher meiner Großeltern erschien. Eine Dokumentation spürt Hans Rosenthal nach. Auf dass er nicht vergessen werde.

ARD (Mediathek, 30 min.)