Das will ich dir noch sagen: Wenn junge Eltern sterben

Als Andrea Bizzotto erfährt, dass er eine unheilbare Krebserkrankung hat, ist seine Frau Maria gerade im fünften Monat schwanger. Heute ist ihre gemeinsame Tochter Giulia zwei Jahre alt, doch der 33-Jährige wird nicht miterleben, wie sie aufwächst. Andrea will Giulia etwas Bleibendes hinterlassen und tippt im Krankenbett seine Lebensgeschichte ins Handy. Kapitel für Kapitel entsteht seine Autobiographie.

WDR (Mediathek, 44 min.)

Das Kriegsmuseum von Kabul

Ein alter Mann steht in einem Museum. Er weint. Denn vielleicht liegt hier in den Vitrinen etwas, das von seinem Sohn übrig geblieben ist. Bei einem Selbstmordanschlag ist der ums Leben gekommen. Und vielleicht liegt hier noch etwas von seinen Sachen. Versteckt in einem Keller hat in Kabul das erste Museum über Zerstörung, Leid und Tod eröffnet.

ZDF (Mediathek, 2 min.)

Ein Schädel für Darwin

Menschheitsgeschichte: Das ist eine mehr oder weniger schlüssige Geschichte, die wir uns selbst erzählen – aufgrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fundstücken zwar, aber dennoch bleibt viel Nichtwissen. Das eröffnet Raum für das Verbrechen. So wie bei Charles Dawson und seinem Schädel. Der behauptete, das Bindeglied zwischen Mensch und Affe gefunden zu haben.

ARD (Mediathek, 44 min.)

Über mein Ende will ich selbst entscheiden

Jürgen (50) ist nach einem Hirnstamminfarkt komplett gelähmt. Es geschah von einer Sekunde auf die andere. Auch Harald (48) braucht rund um die Uhr Betreuung. Er leidet unter Multipler Sklerose. Die Krankheit verlief in Schüben, heute ist er bis zum Hals gelähmt. Wenn Harald und Jürgen ihr Leben nicht mehr ertragen können, wollen sie die Freiheit haben, es zu beenden. Doch das wird nicht ohne fremde Hilfe gehen. Darüber, ob die Gesetze das zulassen, wird zurzeit heftig gestritten – auch vor Gericht.

WDR (Mediathek, 44 min.)

Bewusst vom Leben lassen

Wir alle wissen, dass wir eines Tages sterben werden. Dennoch haben die meisten von uns den Tod ganz weit weggeschoben. Reden über den Tod fällt nicht leicht, Gedanken darüber machen den meisten Angst. Diese nicht leichte, aber keineswegs nur schwere »Nachtcafé«-Sendung widmet sich den Facetten des Sterbens.

ARD (Mediathek, 90 min.
SWR (mehr Informationen zur Sendung)

Teure Totenscheine

Kurz nach dem Tod ihres Vaters erhält eine Frau von einem Arzt eine Rechnung: mehr als 200 Euro für eine Leichenschau. Das ist viel zu viel, und das ist illegal. Die Ärzte kommen auch damit durch, weil manche Bestatter ihre Kunden nicht auf die erhöhten Rechnungen hinweisen. Und die Ärzte-Lobby weiß, warum die Ärzte zu viel abrechnen: Die Gebühren seien zu niedrig.

ARD (Mediathek, 8 min.)
Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas e.V.

Jahr auf Jahr

Rekordversuch: Mehr als 800 Geburts- und Sterbedaten berühmter Personen der Geschichte will der 80-jährige Hans Bauer im Kopf haben. So viele Leben, so viele Geschichten – für ihn eine Form von Gehirntraining. »Wenn man alleinstehend ist, darf alles passieren«, sagt Bauer, »man darf bloß nicht seinen Verstand verlieren.«

BR (Mediathek, 10 min.)

Verliebt im Hospiz

»Erst bin ich nur eine halbe Stunde da geblieben, dann ne Stunde und nachher den ganzen Tag«, sagt Heinz und lacht. Gabi und Heinz Altendorf haben sich vor sechs Jahren im »Bonn Lighthouse – Verein für Hospizarbeit« kennen- und lieben gelernt. Beide sind unheilbar erkrankt und ziehen aus ihrer Ehe Kraft und Lebensmut.

WDR (Mediathek, 6 min.)

Liebesbriefe nach 74 Jahren angekommen

»Meine liebe kleine Maria«, schreibt Anton Müller in einem langen Brief an die Frau, die einmal seine sein wird, »der Tag, wo ich dich wieder eng und fest in meine Arme schließe, ist nicht weit.« Er schickt den Brief 1944 ab, aus den USA, aus der Kriegsgefangenschaft. Doch Maria wird ihn nie erhalten. Erst jetzt, viele Jahrzehnte später, kann seine Tochter seine Worte lesen, erst jetzt sind die Briefe aufgetaucht.

SWR (Mediathek, 4 min.)


Plötzlich ist das Grab weg

Wer mit offenen Augen über Friedhöfe geht, wird sehen: Die Zahl der Lücken zwischen den Gräbern wächst. Der Grund: Immer weniger Menschen lassen sich klassisch beerdigen. In manchen Städten werden 80 Prozent Urnen bestattet. Die Folge: Oft schließen Kommunen Friedhöfe. Manchmal leider mit wenig Rücksicht auf die trauernden Bürger.

ARD (Mediathek, 5 min.)

Hans Rosenthal – eine Spurensuche

Es rührt mich heute immer noch an, diesen kleinen, dürren Mann zu sehen, der mir als Kind so viel Freude gemacht hat mit seiner Lebensfreude, mit seinen leuchtenden Augen. Ein Mann, von dem ich erst spät erfahren habe, was für ein Leben er hatte leben müssen, bevor er auf dem Fernseher meiner Großeltern erschien. Eine Dokumentation spürt Hans Rosenthal nach. Auf dass er nicht vergessen werde.

ARD (Mediathek, 30 min.)

Die Erbenermittlerin: Was vom Leben bleibt

Dania Jäger ist die Anwältin der Toten. Ihr Job: Sie verwaltet das Vermögen einsam verstorbener Menschen, die ohne Testament oder bekannte Verwandte verstorben sind. Was also von einem Leben auch übrig bleiben kann: Dinge, die schon lange keinen andern Menschen mehr gesehen haben als die oder den Verstorbenen. Was vergeht: die Erinnerungen, die niemandem mehr erzählt wurden. Vielleicht auch, weil niemand mehr zuhören wollte.

SWR (Mediathek, ca. 30 min.)

Zum Sterben schön – Musik für das Finale

Musik spielt nicht nur im Leben eine große Rolle – sondern auch nach dem Tod. Waren es früher Trauermärsche und Kirchenlieder bei Beerdigungen, hört man heute immer häufiger Pop- und Rocksongs, von Musikern wie Eric Clapton oder Elton John. Eine eigene »Top Ten der Trauermusik« gibt es mittlerweile, von Frank Sinatra bis zur Deutschrock-Band Unheilig mit ihrem Lied »Geboren um zu leben«. Eine Dokumentation über die Entwicklung der Trauermusik und ihr Verhältnis zum Tod.

> ARD (Mediathek, 44 min.)

Mama, Du fehlst mir – Wenn der liebste Mensch viel zu früh geht

Maresa ist 25 Jahre alt, als ihre Mutter an Lungenkrebs erkrankt und daran verstirbt. Maresa wird bald selbst Mama. Ein Abschnitt in ihrem Leben, indem ihre Mutter ihr besonders fehlt. Wie geht man mit der Trauer um? Wie sehr prägt der Verlust der Mutter einen Menschen? Maresa nimmt uns mit an einen Ort, an dem Töchter über ihre Mütter sprechen und ihre Trauer gemeinsam verarbeiten können.

> WDR (Mediathek, 8 min:)